CDU Ortsverband Waldsee
CDU Ortsverband
13:21 Uhr | 19.11.2017 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressum
 
CDUPlus



Neuigkeiten
07.11.2009, 10:00 Uhr | Rheinpfalz Speyer / Stefan Fischer
Auf Abruf
Clemens Körner ist noch Bürgermeister, wird aber ständig als Landrat angesprochen und eingeladen
Rund fünf Monate liegen zwischen der Wahl  Clemens Körners (CDU) zum Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises und seinem eigentlichen Amtsantritt. Doch obwohl er noch Bürgermeister in Dudenhofen ist, bekommt er ständig Einladungen als Landrat. Und so mancher, der ein Anliegen an den Bürgermeister hat, wartet, bis Körners Nachfolger im Rathaus sitzt.
Presseartikel
Ist ein neuer amerikanischer Präsident gewählt, wird der alte, der noch amtiert, als „lame duck", als „lahme Ente" bezeichnet, weil sich die Hoffnungen und Wünsche der Bevölkerung und Lobbygruppen schon auf den kommenden Staatschef richten. Auch  Clemens Körner hat in seinen Ämtern als Orts- und Verbandsbürgermeister in Dudenhofen gelegentlich das Gefühl, zur „lahmen Ente" geworden zu sein. „Man ist schon ein Bürgermeister auf Abruf", bestätigt er. So mancher Dudenhofener habe ihm gesagt, er wolle den noch amtierenden Ratshauschef nicht mit seinem Anliegen behelligen, sondern warte auf seinen Nachfolger Peter Eberhard (CDU). Auf der anderen Seite gebe es aber auch welche, die ihr Problem noch ganz schnell von ihm gelöst haben möchten.

Dass Körner bei vielen schon als Landrat gilt, überrascht ihn nicht mehr. Schon als ihn die CDU zum Kandidaten ernannte, habe mancher geglaubt, er habe das Amt schon übernommen, berichtet er. Als er dann im ersten Wahlgang mit 45 Prozent der Stimmen klar in Führung lag, „habe ich eine Flut von Glückwünschen bekommen". Er habe vielen erklären müssen, dass es noch einen zweiten Wahlgang gebe, weil er die absolute Mehrheit verpasst hatte.

Seit dem Wahlsieg am 21. Juni wird er immer wieder gefragt, ob er sich schon eingelebt habe. Dabei übernimmt er erst am 19. November das Zepter im Kreishaus in Ludwigshafen. Dass er in der Wahrnehmung vieler schon dem Kreis vorsteht, merkt er an den vielen Einladungen, die der „Landrat Körner" erhält. Er kläre dann immer mit dem Kreishaus, ob tatsächlich der künftige oder doch noch der aktuelle Landrat Werner Schröter (SPD) gemeint ist. „Es gab da keine Irritationen", sagt Körner über die Absprachen mit dem Amtsinhaber. Einige Bittsteller wenden sich auch an Körner, weil sie mit ihrem Anliegen bei Schröter nicht durchgedrungen sind. Körner ist sich bewusst, dass dies bei einem Amtswechsel normal ist: „Mein Nachfolger Peter Eberhard wird wahrscheinlich die gleiche Erfahrung machen." Dass von Schröter Abgewiesene bei Körner bessere Chancen haben, ist indes nicht ausgemacht: „Ich werde das sachlich und rechtlich prüfen", sagt der Dudenhofener. Wenn die Rechtslage nur eine Entscheidung zulasse, könne er auch nicht anders handeln.

Die Übergabe in Dudenhofen ist für den CDU-Politiker eine größere Belastung, als er es sich vorgestellt hat. Dabei gilt es den richtigen Mittelweg zu finden. Körner: „Lasse ich alles im Schrank, heißt es: ,Der hat ja noch nicht mal aufgeräumt"". Räume er aus, heiße es, es sei ja gar nichts mehr da.

Die lange Zeit zwischen Wahl und Amtsantritt sieht Körner insgesamt eher als Vorteil: „Man muss lernen, Sachen loszulassen, an denen das Herz gehangen hat." Dafür habe er die fünf Monate schon gebraucht.
28.11.2009, 16:27 Uhr


News-Ticker
Presseschau
Termine
CDU Landesverband
Rheinland-Pfalz
Impressionen
 
   
0.29 sec. | 42336 Visits