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13.05.2009, 10:00 Uhr | Rheinpfalz Ludwigshafen/Jörg Schmihing
Denn sie wissen nicht, wen sie wählen
RHEINPFALZ-Umfrage ermittelt schwache Bekanntheitswerte für die vier Kandidaten - CDU-Mann Körner vor SPD-Bewerber Emrich
Eine Gleichung mit vier Unbekannten: Mehr als ein Drittel von 500 Befragten kann mit den Namen der Kandidaten für die Direktwahl des Landrats am 7. Juni herzlich wenig anfangen. Fast zwei Drittel sehen sich außerstande, die Fähigkeiten der Bewerber zu beurteilen. Die Folge: Statt persönlicher Eigenschaften und Fähigkeiten entscheidet das Parteibuch. Dieses Bild zeichnet eine aktuelle Umfrage, die Mannheimer Meinungsforscher im Auftrag der RHEINPFALZ angefertigt haben.
Presseartikel
„Ungewöhnlich" nennt Michael Mohr vom Institut Communication & Marketing-Research (CMR) das Resultat aus 500 Interviews, die vergangene Woche mit Wählern im Rhein-Pfalz-Kreis geführt worden sind. Und in der Tat sind es wohl vor allen Dingen die Rahmenbedingungen, die das Ergebnis so ungewöhnlich machen: vier Kandidaten, die auf der großen Bühne der Kreispolitik noch wenig Aufsehen erregt haben, und ein Wahlkampf, der noch nicht so recht begonnen hat.

Fakt ist: CDU-Kandidat  Clemens Körner hat knapp vier Wochen vor der Wahl die besten Chancen, neuer Landrat im Rhein-Pfalz-Kreis zu werden. 47 Prozent derjenigen, die bereits eine Wahlentscheidung getroffen haben, würden ihm ihre Stimme geben. Zehn Prozentpunkte hinter Körner rangiert der sozialdemokratische Bewerber Gordon Emrich. Der Liberale Konrad Reichert und der Grüne Heinz-Peter Schneider - beide abgeschlagen bei 8 Prozent - haben nach derzeitigem Stand keine Chancen auf den Chefposten im Ludwigshafener Kreishaus.

Aber auch für sie gilt, was CMR-Experte Mohr sagt: Eben weil die Rahmenbedingungen so sind, wie sie sind, haben alle vier Kandidaten „noch gewaltig Luft nach oben". Der Ausgang des Rennens um die Nachfolge von Werner Schröter (SPD, 64), der aus Altersgründen nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidieren wollte, sei „völlig offen", so die Meinungsforscher. Immerhin ist mehr als ein Drittel der Wähler offenbar noch unentschlossen - genügend Potenzial für den Schlussspurt im Wahlkampf.

Insofern sind es auch weniger die Stärken als die eklatanten Schwächen der Kandidaten, die in der RHEINPFALZ-Umfrage zu Tage treten: 35 Prozent der 500 Teilnehmer kennen keinen der Bewerber. CDU-Mann Körner ist 47 Prozent der Befragten ein Begriff, von SPD-Vertreter Emrich haben 42 Prozent schon mal etwas gehört. Zum Vergleich: Ordentliche bis gute Popularitätswerte beginnen nach Erfahrung der CMR-Experten deutlich jenseits der 70 Prozent.

Wo der Nachholbedarf für das Quartett und insbesondere für die beiden Spitzenleute am größten ist, lässt sich räumlich gut beschreiben: Im Norden rund um Frankenthal sind die Kandidaten für die Hälfte der interviewten Personen völlig unbekannt, in der Mitte des Rhein-Pfalz-Kreises gilt das für fast 40 Prozent. Und im einwohnerstarken Bereich um Ludwigshafen werden im Kreis die Wahlen gewonnen. Der Tatsache geschuldet, dass mit dem Dudenhofener Körner, dem Speyerer Emrich und dem Römerberger Schneider drei der vier potenziellen Landräte aus dem Süden kommen, sind die Werte im Dunstkreis der Domstadt ein wenig freundlicher: Körner kennen dort 77 Prozent der Befragten, Emrich immerhin 49 Prozent und Schneider 38 Prozent.

Die Reaktion der Wähler ist vor dem Hintergrund der geringen Popularität der Kandidaten fast logisch: Sehr viel stärker, als es bei Personenwahlen sonst der Fall ist, gibt das Parteibuch wohl den Ausschlag, wo auf dem Wahlzettel das Kreuzchen landet. Während beispielsweise bei der Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maxdorf 60 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Entscheidung von persönlichen und praktischen Fähigkeiten des Bewerbers abhängig machen, zeigt die CMR-Umfrage zur Landratswahl in der Gesamtschau exakt das umgekehrte Bild. Nur dort, wo die Leute auch die Kandidaten besser kennen - also im Süden - geht es wieder mehr ums Können als um die Couleur. Experte Mohr analysiert: „Es zeichnet sich eine Parteienwahl ab."

Damit gewinnt die Frage der größeren Parteiräson an Bedeutung für den Ausgang der Landratswahl. Und die Disziplin scheint bei den zwei Topleuten recht ausgeprägt: 89 Prozent der Befragten, die  Clemens Körner ihre Stimme geben wollen, rechnen sich dem christdemokratischen Lager zu. Insofern scheint ihm der parteiinterne Machtkampf um die Landratskandidatur mit dem CDU-Kreisbeigeordneten Michael Elster bei den eigenen Leuten wenig geschadet zu haben. Gordon Emrichs Unterstützer sind ausweislich der Umfragewerte der Mannheimer Meinungsforscher zu 85 Prozent SPD-Anhänger.
15.05.2009, 11:10 Uhr


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