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08.06.2009, 10:00 Uhr Übersicht | Drucken
Stichwahl entscheidet über Schröter-Nachfolge

Clemens Körner zehn Prozentpunkte vor Gordon Emrich: Mit diesem Abstand gehen der CDU-Kandidat und sein SPD-Konkurrent am 21. Juni in die Stichwahl. Zum Feiern war gestern höchstens Konrad Reichert zumute. Als FDP-Bewerber um den Posten des Landrats im Rhein-Pfalz-Kreis holte der Mann aus Maxdorf gestern beim ersten Wahlgang beachtliche 10,8 Prozent.

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Erst weit nach 23 Uhr stand gestern zumindest vorläufig fest, wie die vier Bewerber um die Nachfolge des bis November amtierenden Landrats Werner Schröter (SPD) in den 153 Stimmbezirken zwischen Bobenheim-Roxheim und Römerberg in der ersten Runde der Direktwahl abgeschnitten hatten. Anlass zu großer Euphorie boten die Zahlen aber offenbar für keinen der beiden Kandidaten, die sich für die Stichwahl in 14 Tagen qualifiziert haben.

„Zufrieden" sei er vor allen Dingen, dass der Abstand zu Emrich mit zehn Prozentpunkten doch recht deutlich ausgefallen sei, bewertete Körner sein Resultat. „Natürlich hätte ich gerne 50,1 Prozent gehabt", betonte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dudenhofen. Er hatte als örtlicher Wahlleiter die Entwicklung in Sachen Landratswahl deshalb aus dem heimatlichen Rathaus verfolgt und war nicht zu der öffentlichen Präsentation der Zahlen ins Ludwigshafener Kreishaus gekommen.

„Etappenziel erreicht" - so lautete das erste Resümee des sozialdemokratischen Bewerbers Gordon Emrich. Er habe gehofft, dass ein Ergebnis zwischen 38 und 39 Prozent für ihn im Bereich des Möglichen gewesen wäre. „Die Ausgangssituation ist trotzdem nicht hoffnungslos", sagte der Chef des Diakonischen Werks im RHEINPFALZ-Gespräch. Jetzt könnte es seiner Ansicht nach wichtig sein, ob Grüne und FDP für den einen oder anderen der beiden Teilnehmer an der Stichwahl eine Empfehlung aussprechen. Seine persönliche Marschrichtung bis zum 21. Juni: „Ums Vertrauen der Leute kämpfen. Ich bin mit meinem bisherigen Wahlkampf zufrieden."

Konrad Reichert wollte sich unter dem Eindruck seines Resultats gestern Abend noch nicht mit möglichen Wahlempfehlungen beschäftigen. „Das ist im Zweifelsfall auch Angelegenheit der Partei", sagte der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete. Er sei rundum zufrieden, in vielen Gemeinden habe er zweistellige Ergebnisse einfahren können. „Meine Kandidatur hat sich für die FDP gelohnt", unterstrich der Liberale. Wenngleich auch ihm selbst der „gesamtpolitische Trend" ein wenig geholfen habe, wie Reichert mit Blick auf das Abschneiden seiner Partei bei der Europa- und Bezirkstagswahl einräumte.

Das selbst gesteckte Ziel - nämlich ein zweistelliges Ergebnis - hat der Römerberger Grüne Heinz-Peter Schneider gestern verpasst: „Insofern bin ich nicht hundertprozentig zufrieden", sagte der Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats in Speyer. Einen positiven Effekt für seine künftige politische Arbeit hatte der Wahlkampf ums Landratsamt für ihn trotzdem: „Ich habe den Kreis in einer ganz anderen Intensität kennengelernt, als ich ihn bisher kannte." Auch Schneider äußerte sich zurückhaltend, was eine mögliche Wahlempfehlung seiner Partei angeht. „Ich könnte mir auch durchaus vorstellen, darauf ganz zu verzichten", sagte Schneider.

Das gestrige Ergebnis des ersten Wahlgangs auf dem Weg zu einem neuen Landrat für den Rhein-Pfalz-Kreis spiegelt ebenso wie die Mitte Mai veröffentlichte RHEINPFALZ-Umfrage wieder die regionalen Stärken und Schwächen insbesondere der von den beiden großen Parteien aufgestellten Kandidaten. Während Clemens Körner insbesondere in Dudenhofen (66,8 Prozent) und Harthausen (72 Prozent) besonders viele Anhänger hat, liegen seine Problemzonen beispielsweise in der Verbandsgemeinde Maxdorf und in Mutterstadt. Die größte Kommune des Kreises, die Stadt Schifferstadt hat er allerdings souverän für sich entschieden. Gordon Emrich dürfte sein Abschneiden in Römerberg (18 Prozent) besonders schmerzen, dort hat er - neben Harthausen mit 15,5 Prozent - sein schwächstes Resultat eingefahren. Es sieht also danach aus, dass auch für die Stichwahl in zwei Wochen die alte Regel gilt: Wahlen werden im Kreis in der Mitte entschieden.

10.06.2009, 14:34 Uhr


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